Rezensionen

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CD Besprechung erschienen in der Zeitschrift "Swinging Hamburg" im 4.Quartal 2008, Autor: Klaus Neumeister:

Jazzpodium

Am 16./17. Februar 2008 wurde in Osnabrück eine ungewöhnliche, außerordentlich interessante CD eingespielt. Ich möchte Ihnen diese Produktion, die mich sehr beeindruckt hat, aus vielerlei Gründen empfehlen: Zum einen ist es das Konzept, welches hinter diesem Album steht, dann ist es die Musik selbst, die zum Verweilen einlädt, und natürlich die drei exzellenten Musiker, die dieses Konzept vorzüglich umgesetzt haben und nicht vergessen möchte ich die außerordentlich gute Klangqualität dieser Aufnahmen.

Juri Artamonov hatte schon lange den Traum diese unvergessenen Melodien seiner Heimat, die Lieder aus den Filmen seiner Jugend musikalisch in swingende Versionen umzusetzen. Mit den Musikern Martin Gehrmann, Bass, und dem Schlagzeuger Jochen Metze ist ihm bei der Umsetzung dieses Vorhabens der große Wurf gelungen.

Selten habe ich so entspannt und begeistert einer CD gelauscht. Selten hat mich eine CD dermaßen überzeugt. Wer Lust auf swingende, manchmal zarte, dann wieder perlende, immer geschmackvolle Versionen von berühmten Klassikern der russischen Jazz-Musik hat, sollte sich diese herausragende CD nicht entgehen lassen. Diese Musik in der Tradition eines Oscar Peterson wird auch sie begeistern. Neben all der seelenlosen Musik, die man zur Zeit überall zu hören bekommt eine vorbehaltlose Empfehlung.

CD Besprechung erschienen in der "Rock & Pop CD-Corner" und im Donaukurier im Januar 2010, Autor: Markus Schwarz:

Ungewöhnlich und ungewöhnlich schön sind die Klänge, die der russische Pianist Juri Artamonov auf "Moskauer Fenster" aus seinem Klavier heraustanzen lässt: Gemeinsam mit seinen Partnern Martin Gehrmann am Bass und Jochen Metze am Schlagzeug bringt er zwei Musikarten zusammen, die zwar ungefähr die Entstehungszeit gemeinsam haben, aber sonst praktisch nichts. Artamonov verheiratet Swing und Filmmusik aus russischen Produktionen der Dreißiger, Vierziger und Fünfziger Jahre. Was sich gekünstelt anhört, verschmilzt auf "Moskauer Fenster" zu einem wunderbar poetischen Märchen-Tanz, der zwar auch die Nostalgiker fein lächeln lässt, aber doch so gar nichts Gestriges mit sich herumschleppt. Artamonov und sein Trio lassen sich von den Schlager-Melodien zu träumerischen Jazz-Fantasien hinreißen, die elegant und unaufgeregt Stück um Stück zauberhaft swingenden Charme versprühen.

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